Kleinsthaus-Fotografie

Heimdepot, die bekannte US-Baumarktkette, bietet jetzt Tiny Houses online zum Verkauf an, zu einem Preis von nur $44.000. Diese kleinen Häuser werden in den Vereinigten Staaten als Lösung für verschiedene Krisen gesehen. In Deutschland ist der Trend zu kleinen Häusern aufgrund der komplizierten deutschen Gesetze mit finanziellen Risiken verbunden.

Trotz der bescheidenen Größe von 50 Quadratmetern ist diese kleine Wohnung unbestreitbar beeindruckend. Das "Getaway Pad" verfügt über ein sonnendurchflutetes Schlafzimmer, ein lichtdurchflutetes Badezimmer und eine Wohnküche. Eine an der Außenwand befestigte Wendeltreppe führt zu einer Dachterrasse mit Sitzgelegenheiten, und es gibt sogar eine Miniatur-Küchenzeile.

Die Entstehung dieses Hauses geht nicht auf die individuellen Bemühungen eines Architekten zurück. Die US-Baumarktkette Home Depot verkauft diese Minihäuser jetzt in großen Mengen über ihren eigenen Online-Shop. Zu einem günstigen Preis von $43.832 (umgerechnet rund 41.000 Euro) kann das Minihaus auch in monatlichen Raten gekauft werden, inklusive Lieferung an die Haustür.

Dieses einzigartige Produkt verwandelt eine große Baumarktkette in ein Hausgeschäft, wenn auch im Bereich der so genannten "tiny houses". Diese Häuser maximieren die Nutzung von minimalem Raum.

HeimatDepot Tiny House

Die Bewohner müssen jedoch keine großen Kompromisse eingehen. Diese Minihäuser verfügen über ein Schlafzimmer, eine Küche und ein eigenes Bad.

In puncto Sicherheit sollen diese kompakten Wohnhäuser herkömmlichen Einfamilienhäusern in nichts nachstehen. Home Depot behauptet, dass das "Getaway Pad" erdbeben-, sturm- und tornadosicher ist und somit den Herausforderungen von Mutter Natur standhält.

In den letzten Jahren ist in den Vereinigten Staaten eine regelrechte Bewegung entstanden, die sich für das Wohnen in kleinen Häusern einsetzt. Die Gründe dafür sind entweder Umweltbedenken oder der Wunsch, die Lebenshaltungskosten in Grenzen zu halten. Die Wohnlösung aus dem Baumarkt hat die Amerikaner in ihren Bann gezogen und zu einer mehrwöchigen Wartezeit auf die Lieferung geführt.

Der Faktor der Erschwinglichkeit spielt eine wichtige Rolle bei der Anziehung einer Vielzahl von Menschen. Die Miet- und Hypothekenzinsen sind in letzter Zeit in die Höhe geschossen. Auch wenn die Immobilienpreise in den USA leicht gesunken sind, liegen die durchschnittlichen Kosten für ein amerikanisches Haus immer noch knapp unter den Rekordpreisen vom August des Vorjahres.

Nach Angaben des US-Immobilienmaklers Zillow liegt der aktuelle Wert von Wohngebäuden aller Bauarten bei etwa $339.000. Vor dem Ausbruch der COVID-19-Pandemie lag dieser Wert bei lediglich $243.000. Experten rechnen mit einem weiteren Anstieg um fünf Prozent im Laufe des Jahres.

In Staaten, in denen der Immobilienmarkt besonders angespannt ist, werden kleine Häuser zur einzigen erschwinglichen Alternative. Selbst die Regierung hat dieses Problem erkannt: Kalifornien investiert derzeit rund $30 Millionen in den Bau von 1.200 kleinen Häusern, um die Obdachlosigkeit zu bekämpfen. Allein in diesem Bundesstaat leben über 170.000 Menschen auf der Straße, weil sie sich keine Wohnung leisten können.

Hinterlassen Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *